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SPD-Vorschlag zur Ortsumgehung stößt auf Ablehnung in Alt-Marl und Drewer-Süd

Pressenotiz Stadtverband CDU Marl vom 18.1.2019

NRW-Verkehrsminister Hendrik Wüst (CDU) hatte auf dem CDU-Neujahrsempfang mit seiner Äußerung zur Ortsumgehung in Alt-Marl für Aufsehen gesorgt. Die Marler SPD skizzierte daraufhin zum ersten Mal ihren Lösungsvorschlag für eine Ortsumgehung in Alt-Marl.

Insbesondere der CDU Ortsverband Alt-Marl steht dem SPD Vorschlag sehr kritisch gegenüber. „Wir haben uns seit 3 Jahren sehr intensiv mit dem Thema auseinander gesetzt und mit den Bürgern und der Bürgerinitiative gesprochen. Nach wie vor sehen wir unseren Lösungsvorschlag, der eine Aufhebung des Bundesstraßen-Status ab der AS Marl-Frentrop und eine Umleitung der Verkehre über das Autobahnkreuz Marl-Nord vorsieht, als die wirtschaftlichste und auch am schnellsten umsetzbare Alternative an,“ führt die stellv. Ortsverbandsvorsitzende Jennifer Ammersilge aus.

„Der von der SPD jetzt in die Diskussion eingebrachte Vorschlag würde zu einer dutzendfachen Enteignung von Anwohnern und Landwirten an der Rennbachstraße, Leusheider Weg und der Rottstraße in Frentrop führen und ist aus umwelt- und wirtschaftspolitischen Gründen abzulehnen“, ergänzt das CDU-Ratsmitglied aus Alt-Marl, Peter Gesser. „Die von der SPD vorgeschlagene Trassenführung verläuft quer durch das Landschaftsschutzgebiet Rennbach. Vor diesem Hintergrund könnte auch die Erweiterung der Industrieansiedlung (Saria) in Frentrop wieder in die Diskussion kommen. Und das ist eine Entwicklung, die von der Mehrheit der Alt-Marler Bevölkerung, aber auch dem Regionalverband Ruhr, abgelehnt wird.“

Im Bereich Drewer-Süd stößt die von der SPD vorgeschlagene Streckenführung ebenfalls auf Ablehnung. Eine Sperrung der B 225 für den Schwerlastverkehr in den Nachstunden, eine neue Fahrbahndecke mit Flüsterasphalt und passive Lärmschutzmaßnahmen, würde die Wohnqualität aller Anwohner erheblich verbessern, so Andreas Kolk, Ratsmitglied und Vorsitzender der CDU-Drewer-Süd. Es müssen jetzt Alternativen geschaffen werden, die auch mittelfristig umgesetzt werden können. Eine weitere Straße durch Naherholungsgebiete, teils nur wenige Meter parallel zur jetzigen B 225 kann doch niemand ernsthaft wollen. Vorschläge, deren Realisierungen - wenn überhaupt - erst in 20 bis 30 Jahren möglich wären, braucht hier kein Mensch, so Kolk.

Der OV Alt-Marl hat nach der Diskussion um den Bundesverkehrswegeplan und der damit einhergehenden Diskussion in der Bevölkerung zum Anlass genommen, das Thema intensiv zu beleuchten. In einem 40-seitigen Konzept- und Arbeitspapier zur Ortsumgehung in Alt-Marl wurde der Stand der Diskussion und auch mögliche Alternativen zur im Bundesverkehrswegeplan vorgesehenen Trassenführung aufgenommen. Dieses Arbeits-/Konzeptpapier wurde bereits im vergangenen Jahr an das Bundesverkehrsministerium zur Information weiter geleitet und liegt dem NRW-Verkehrsministerium ebenfalls vor.

Arbeitspapier zur Ortsumgehung Alt-Marl

Der Vorschlag der Marler SPD | Ortsumgehung duch das Landschaftsschutzgebiet

Schnatgang mal anders – CDU Alt-Marl im Ortsteil unterwegs

Der Schnatgang ist ein in vielen westfälischen Ortschaften gepflegter Brauch der Grenzbegehung. Die CDU in Alt-Marl überträgt diesen Brauch seit Jahren in Ihre Ortsteilarbeit, um sich über die aktuellen Themen in Alt-Marl zu informieren und mit Bürgern, Vereinen und Organisationen ins Gespräch zu kommen.

Start und erster Themenschwerpunkt des Schnatgangs war der Kirchplatz vor St. Georg. Die Kirchengemeinde informierte die Mitglieder über die Entwicklung im Umfeld der Kirche nach der Umgestaltung des Kirchplatzes und der Renovierung der Kirche. Die Hochstraße in Alt-Marl sorgt mit dem Thema Ortsumgehung B225 seit Jahren für intensive Diskussionen im Ortsteil. Ratsmitglied Peter Gesser erläuterte vor Ort den derzeitigen Stand in der Diskussion und den Vorschlag der CDU Marl, die Ortsumgehung der B225 über die Anschlussstelle Marl-Frentrop und von dort über das Autobahnkreuz Marl-Nord und A43 nach Recklinghausen zu führen. Im Guido-Heiland-Bad diskutierten die Kommunalpolitiker mit Peter Weiler, dem Vorstandsvorsitzenden der Badinitiative, über  den Verlauf der letzten Badesaison und die anstehenden Renovierungsmaßnahmen. Im Volkspark erläuterte Vorstandsmitglied Gabriele Koch-Dupré die ersten Überlegungen zu möglichen Maßnahmen im Rahmen der internationalen Bauausstellung (IGA). Am Friedhof Alt-Marl diskutierten die Alt-Marler das Flächenmanagement und die weitere Entwicklung der Anlage. Nach dem vollen abendlichen Programm endete der Rundgang durch Alt-Marl mit einem kurzen Umtrunk im Biergarten des Mulvanys Irish Pub.

Der Ortsverband der CDU Alt-Marl zu Besuch im Guido-Heiland-Bad. Peter Weiler von der Badinitiative informiert über den Saisonverlauf und die aktuellen Vorhaben zum Erhalt des Bades.

Stellungnahme zum Artikel in der MZ vom 2.7.18

Mautpflicht auf B 225 wird für Alt-Marl keine Entlastung bringen

Der Einschätzung unseres Bürgermeister muss man nach Abwägen der Fakten klar widersprechen. Durch die Einführung der Maut auf der B 225 wird sich unserer Einschätzung nach das Verkehrsaufkommen nicht verringern. Ganz im Gegenteil: Die Ansiedlung der Logistikunternehmen in Marl wird gerade in diesem Bereich zu einer deutlichen Steigerung führen. Trotz der Zeitersparnis bei der Nutzung des Umweges über das Autobahnkreuz Marl-Nord werden nur wenige Speditionen Ihre Fahrer anweisen, diese Streckenführung zu nehmen. Der Grund liegt auf der Hand. Der Umweg über die A52 und die A43 ist mit knapp 9 Kilometern länger. Legt man die durchschnittlichen Mautkosten je km zu Grunde, so sparen die Brummifahrer immer noch, wenn Sie den Weg durch Alt-Marl nehmen.

Die CDU Marl und auch der Ortsverband Alt-Marl vertreten hier eine klare Position. Wer nur mit Geschwindigkeitsbegrenzungen für LKW ab 22 Uhr auf homöopathische Lösung setzt oder die Mauterhebung als Lösung präferiert, streut den Bürgern von Alt-Marl Sand in die Augen. Mittel- bis langfristig kann nur eine Verlegung der B225 eine nachhaltige Lösung sein. Wir setzen uns nach langen Diskussionen mit den Bürgerinitiativen nachdrücklich für eine Aufhebung des Bundesstraßen Status ein. Kernpunkte unseres Konzeptes sind dabei die Ausweisung der Ortsumgehung Alt Marl ab der Anschlussstelle Marl-Frentrop in nördlicher Richtung über die A52, ab dem Autobahnkreuz Marl-Nord in Südwestlicher Richtung bis Recklinghausen über die A43 und die sich daraus ergebende Umwidmung des bisherigen Streckenverlaufs der B225 zur Kreisstrasse. Nur vor diesem Hintergrund kann für Alt-Marl ein LKW-Fahrverbot eingeführt werden.

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Ortsumgehung Alt-Marl B 225 | Ein Selbstversuch